Kontakt

Verantwortungskette

© Jacob Lund / stock.adobe.com
Die Verantwortungskette hat zum Ziel …

Schülerinnen und Schüler ohne Anschluss frühzeitig zu identifizieren,

sie rechtzeitig und zielgerichtet zu beraten und zu vermitteln

für alle Jugendlichen eine Anschlussperspektive nach ihrem Abschluss sicherzustellen

Was ist die Verantwortungskette?
Die Verantwortungskette ist ein strukturierter Prozess der Übergangsgestaltung. Sie beginnt im zweiten Halbjahr der 10. Klasse (bzw. in Düsseldorf im zweiten Halbjahr der einjährigen Bildungsgänge am Berufskolleg) und betrifft alle Jugendlichen, die nach der Anmeldephase an den Berufskollegs bzw. der ersten Suche nach einem Ausbildungsplatz noch keine Anschlussperspektive haben. Diese Schüler*innen werden von der Schule identifiziert und verbindlich an die schulische Berufsberatung der Agentur für Arbeit übergeben.
Die Verantwortungskette ist somit ein Präventiv-Instrument, damit keine Schüler*innen „verloren gehen“ und ohne weiterführenden Schulplatz, eine Ausbildung oder die Eingliederung in eine Maßnahme die Schule verlassen.

Welche Aufgaben hat die Schule?
Zentrale Aufgabe von Schule ist es, zu mindestens zwei Zeitpunkten im zweiten Schulhalbjahr (20. März und 24. Mai) diejenigen Schülerinnen und Schülern zu identifizieren, die noch keine Anschlussperspektive nach ihrem Schulabschluss haben.

Für diese Jugendlichen koordiniert die Schule Termine bei dem/der Berufsberater*in der Agentur für Arbeit an der Schule und hält nach, dass die Sprechstunden von den Jugendlichen besucht werden. Die Schule unterstützt die Jugendlichen aktiv im Übergang. Auch die Eltern können in diesen Prozess eingebunden werden.

Alle dazu nötigen Informationen und Praxishilfen finden Sie unten auf dieser Seite.

Power-Point-Präsentation der Auftaktveranstaltung am 05.12.2022

Wer ist an der Umsetzung der Verantwortungskette beteiligt?
Für die erfolgreiche Umsetzung der Verantwortungskette ist die enge Zusammenarbeit von allen Partnern im Übergang wichtig – neben Schule und der Berufsberatung der Agentur für Arbeit gehören auch die IHK, die HWK und die Kreishandwerkerschaft Düsseldorf mit dazu.

Koordiniert durch die Kommunale Koordinierung Düsseldorf werden zudem verschiedene Veranstaltungsformate für diese Zielgruppe zusammengestellt und beworben.

Was ist mit Jugendlichen, die trotzdem keinen Anschluss finden?
Die Beratungs- und Vermittlungsangebote der Partner gehen in und nach den Sommerferien weiter. Zusammen mit dem Abschlusszeugnis übergibt die Schule allen Jugendlichen ohne gesicherte Anschlussperspektive Informationen über weiterführende Vermittlungsangebote.

Im Rahmen der KARL-Befragung (Kumulierte Ausbildungswünsche RegionaL) werden zu Beginn des neuen Schuljahres zudem Jugendliche in der gymnasialen Oberstufe/am Berufskolleg mit aktuellem Ausbildungswunsch für das neue Ausbildungsjahr identifiziert und in Ausbildung nachvermittelt.

Übersicht über die verschiedenen Phasen der Verantwortungskette
Grafik Verantwortungskette
blank
Informationen und Praxishilfen zur Übergangsgestaltung

Schule vorbei, was nun? – Informationen und Orientierungshilfen:
Padlet für den Einsatz im Unterricht

Düsseldorfer Bildungswegenavigator BIWENAV:
Ausgehend vom aktuellen Schulabschluss und individuellen Interessen finden die Schüler*innen mit wenigen Klicks heraus, welche Möglichkeiten ihnen in Düsseldorf offen stehen – ganz egal, ob der Weg Richtung weitere Schulbesuch, Berufskolleg, Ausbildung oder Studium gehen soll.
www.biwenav.de

Reflexionsbogen zum Festhalten der Ergebnisse und zur Planung der nächsten Schritte

Übergang in Ausbildung:
Ausbildungsplatzsuche (alle Kontaktdaten, Beratungs- und Vermittlungsangebote in Düsseldorf)

Bewerbung schreiben & Vorstellungsgespräche üben 

Übergang ans Berufskolleg:
Informationen zur Anmeldung am Berufskolleg

Sonstige Angebote:
Informationen zu unterstützenden Maßnahmen (Einstiegsqualifizierung, BvB …)

Angebote für Eltern:
Informationen für Eltern rund um KAoA und den Übergang finden Sie oben im Reiter „Eltern & Teens“ – auch in verschiedenen Sprachen!

Anmeldung über Schüler Online

Ab dem Schuljahr 2022/23 laufen die Anmeldungen an den Berufskollegs über das Online-Tool Schüler Online. Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse erhalten ihre Zugangsdaten zu Schüler Online zusammen mit den Halbjahreszeugnissen von der Schule.

Auch die Anmeldung zur Berufsschule im Rahmen einer dualen Ausbildung erfolgt über Schüler Online.

Startseite Schüler Online

Informationen und FAQ zu Schüler Online

Rechtliche Grundlagen

Aufgaben von Schule im Übergang:
„Zu Beginn des letzten Schuljahres vor dem Übergang der Jugendlichen in eine Ausbildung oder einen Beruf richten sich die Maßnahmen der Schule aus am Ziel eines erfolgreichen Übergangs. Dazu können, soweit erforderlich, unter anderem gehören

  • Hilfen für Bewerbungsverfahren,
  • Wiederholung von Unterrichtsinhalten im Bereich von Basisqualifikationen,
  • Hinweise auf regionale Stellenangebote,
  • schulische Unterstützung von mobilitätsfördernden Maßnahmen,
  • Anbahnung besonderer Beratungsangebote für Jugendliche, die noch nicht vermittelt sind.

Die Schule sollte jederzeit einen Überblick haben über den Stand der Vermittlung ihrer Schülerinnen und Schüler, die einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz suchen. Bei sich abzeichnenden Problemen sollte sie mit ihren Kooperationspartnern unterstützende Programme vereinbaren. Wünschenswert ist es darüber hinaus, dass die Schule mit den Schulabgängerinnen und Schulabgängern auch in der ersten Zeit nach Verlassen der Schule soweit Kontakt hält, dass bei individuellen Schwierigkeiten externe Hilfsangebote vermittelt werden können.“
(Quelle: Rd.Erlass zur Beruflichen Orientierung (BASS 12 – 21 Nr. 1), https://bass.schul-welt.de/11020.htm, Absatz 3)

Zusammenarbeit zwischen Berufsberatung und Schule:
„Die Schule unterstützt die individuelle Beratung und motiviert insbesondere Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten bei der Entscheidung oder Realisierung im Hinblick auf einen Berufswunsch haben, das Angebot in Anspruch zu nehmen. Außerdem unterstützt die Schule die Vorbereitung des Gesprächs nach Absprache mit der Berufsberaterin bzw. dem Berufsberater der BA. Das Beratungsangebot soll leicht zugänglich sein und bedarfsgerecht in den Schulen angeboten werden.“
(Quelle: Handreichung „Kein Abschluss ohne Anschluss“, S. 21 SBO 2.3 „Individuelle Beratungsangebote der Agentur für Arbeit“ https://www.bo-tool.de/rechtsquellen/kaoa-handbuch)

„Schulen, Berufsberatung der Agenturen für Arbeit und Hochschulen kooperieren im Prozess der Beruflichen Orientierung mit dem Ziel, allen Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Übergang in eine Ausbildung oder in ein Studium zu ermöglichen. Schulen, Berufsberatung und Hochschulen haben die gemeinsame Verpflichtung zur Ausbildungs- und Studienorientierung…

…Bei Jugendlichen mit individuellem Unterstützungsbedarf, deren Übergang in eine Ausbildung gefährdet ist, regt die Schule frühzeitig den Besuch der Berufsberatung an. In gemeinsamen Gesprächen unter Einbeziehung der Eltern und bei Bedarf der Jugendhilfe können so rechtzeitig die Möglichkeiten für einen Berufseinstieg oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme nach der Schule ausgelotet werden.“

(Quelle: Rd.Erlass zur Beruflichen Orientierung (BASS 12 – 21 Nr. 1), https://bass.schul-welt.de/11020.htm, Absatz 3)

Datenschutz und Datenverarbeitung:
Im Rahmen von Beratungsgesprächen der Agentur für Arbeit müssen die Vorgaben des Datenschutzes gemäß EU-DSGVO beachtet werden. Insbesondere dürfen die Kontaktdaten der Schülerinnen und Schüler nicht ohne Weiteres an die Berufsberaterinnen und Berufsberater weitergegeben werden. Die Agentur für Arbeit hat in eigener Zuständigkeit über die in der Agentur für Arbeit stattfindende Datenverarbeitung zu informieren und hierfür ggf. die notwendige Einwilligung einzuholen.

Durch die Schule darf lediglich zu organisatorischen Zwecken die Weitergabe von Namen und Uhrzeit an die in der Schule befindlichen Berufsberaterinnen und Berufsberater zur Termingestaltung und Anwesenheitskontrolle erfolgen.

(Quelle: https://www.bo-tool.de/rechtsquellen/datenschutz-und-datenverarbeitung)

Datenschutzerkärung (in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Düsseldorf)

Schulpflichtüberwachung:
Für die Überwachung der Schulpflicht sind gemäß § 47 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 SchulG i.V.m. § 7 Abs. 1 der Verordnung über die zur Verarbeitung zugelassenen Daten von Schülerinnen, Schülern und Eltern (VO – DV I) vom 14.06.2007 (BASS 10 – 44 Nr. 2.1) die abgebenden Schulen, bis die Schülerin oder der Schüler an der neuen Schule angemeldet ist und eine entsprechende Aufnahmebestätigung durch die aufnehmende Schule übermittelt wurde, zuständig. Das heißt jede Schule muss die schulpflichtigen Schülerinnen und Schüler, die die Schule wechseln wollen, beim Übergang in die neue Schule unterstützen und überprüfen, ob die Schulpflicht erfüllt wird.
(Quelle: Nr. 2.1 Verordnung über die zur Verarbeitung zugelassenen Daten von Schülerinnen, Schülern und Eltern (VO-DV I), §7, https://bass.schul-welt.de/101.htm)

Ihre Ansprechpartnerin

Ute Scheid
Kommunale Koordinierung Düsseldorf
Schulamtskoordinatorin
0211 8921947
ute.scheid@duesseldorf.de