Praxiskurse

Schülerinnen und Schüler, die im Prozess der Berufs- und Studienorientierung eine besondere Förderung benötigen, können in der Jahrgangsstufe 9 und 10 an Praxiskursen im Umfang von 48 Std. (Jg. 9) bzw. 24 Std. (Jg. 10) teilnehmen.

Praxiskurse vertiefen Praxiserfahrungen aufbauend auf Potenzialanalyse und Berufsfelderkundung. In der Regel finden sie im Anschluss an ein Schülerbetriebspraktikum statt.

Die Praxiskurse vermitteln vertiefende Einblicke in einzelne Berufsfelder bzw. berufliche Tätigkeiten. Jugendliche erfahren, welche Anforderungen in einem Berufsfeld bestehen. Praxiskurse ermöglichen den Jugendlichen auch, den Anwendungsbezug zu Inhalten des Unterrichts besser zu erkennen und zusätzliche Lernmotivation zu entwickeln. Dabei können die Jugendlichen ihre Erfahrungen aus Potenzialanalyse, Berufsfelderkundungen und Schülerbetriebspraktikum reflektieren und vertiefen.

Praxiskurse sollen durch fachpraktische Erfahrungen die erfolgreiche Aufnahme einer Berufsausbildung allgemein oder in einem angestrebten Berufsfeld unterstützen, zu einer reflektierten und realistischen Anschlussperspektive führen und somit dazu beitragen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.

Sie werden bei Bildungsträgern oder in Betrieben durchgeführt.

Die Entscheidung, welche Schülerin bzw. welcher Schüler an diesen Praxiskursen teilnimmt, liegt bei der Schule in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern sowie deren Erziehungsberechtigten. Die Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf der Klassen 9 und 10. Ein besonderer Unterstützungsbedarf besteht bei Schülerinnen und Schülern, die voraussichtlich Schwierigkeiten haben werden, einen Abschluss der Sekundarstufe I zu erreichen (d.h. vergleichbar sind mit der „Risikogruppe“ gemäß den PISA-Untersuchungen) und/ oder den Übergang in eine Berufsausbildung zu bewältigen.