Studien- und Berufsorientierung auf dem Weg zur Inklusion

Vor dem Hintergrund der flächendeckenden Einführung des Landesprogramms Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) sowie der vielfältigen Herausforderungen der Inklusion richtet die Landeshauptstadt Düsseldorf ein Zentrum für Berufsorientierung und Übergänge (ZBÜ) in Düsseldorf ein.

Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf nach KAoA
Die Gruppe der Schülerinnen und Schüler, die nach KAoA besonderen Förderbedarf benötigen, ist wesentlich weiter gefasst als die Gruppe der Jugendlichen, die Unterstützungsbedarf nach einem anerkannten sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf (AOSF) benötigen.

Besonderer Förderbedarf nach KAoA
    • Junge Menschen mit Defiziten im erzieherischen Bereich und/oder multiplen Problemlagen
    • Lernbeeinträchtigte, berufsgeeignete und/oder sozial benachteiligte junge Menschen
    • Junge Menschen mit eingeschränkten Vermittlungsperspektiven (Marktbeeinträchtigte)
    • Rehabilitanden/schwerbehinderte Menschen (z. B. lernbehinderte, geistig Behinderte, körperlich und mehrfach Behinderte, sehbehinderte, sprachbehinderte, hörbehinderte, psychisch behinderte Menschen)
    • (Noch) nicht berufsgeeignete junge Menschen


Zentrum für Berufsorientierung und Übergänge - ZBÜ

Konzept:
Das Zentrum für Berufsorientierung und Übergänge soll jungen Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen als Anlaufstelle für ihre berufliche Orientierung dienen, zugleich aber auch solchen, die aufgrund ihrer aktuellen Lebenssituation einer spezifischen Förderung bedürfen, wie beispielsweise jugendliche Zugewanderte und Flüchtlinge.
Dies kann über die Implementierung von drei speziellen Modulen gelingen, die im Rahmen der Errichtung eines Zentrums für Berufsorientierung und Übergänge parallel entwickelt und unabhängig voneinander eingeführt bzw. umgesetzt werden können. Inhaltlich umfassen die Module eine bedarfs- und zielgruppenorientierte, adaptive Berufsorientierung innerhalb der Jahrgangsstufen 8 bis 10.

Die Module umfassen Berufsorientierungselemente, die mit zuvor an den Stammschulen ausgewählten Schülerinnen und Schüler im ZBÜ durchgeführt werden. Dabei ist das ZBÜ als quasi außerschulischer Lernort zu betrachten. Die Verantwortung für die Schülerinnen und Schüler bleibt bei der Stammschule, wo auch weiterhin der klassische Unterricht stattfindet.
Die Berufsorientierungsmaßnahmen sind als ergänzende und unterstützende Maßnahmen zu den KAoA-Standards zu verstehen, wie z.B. Vorbereitung auf die Potenzialanalyse, Praxiskurse, Mobilitätstraining und insbesondere Praktika im geschützten Raum.

Des Weiteren können im ZBÜ örtlich Fachberatungen für Multiplikatoren und spezifische Veranstaltungen der am Berufsorientierungsprozess beteiligten Partner stattfinden.

Im Teilstandort der Alfred-Herrhausen-Schule, Vennhauser Allee 167 stehen seit dem 01.08.2016 Räumlichkeiten zur (Mit-)Nutzung zur Verfügung, in denen sich in den kommenden Jahren das Zentrum für Berufsorientierung und Übergänge etablieren lässt.

Das Düsseldorfer Technikzentrum für Hauptschulen wird vom bisherigen Standort der Fritz-Henkel-Schule, Stettiner Straße 98 verlagert. Als neuer Standort werden ebenfalls ab dem 01.08.2016 Räumlichkeiten des Teilstandortes der Alfred-Herrhausen-Schule, Vennhauser Allee 167 herangezogen, die eigens zur Nutzung des Technikzentrums eingerichtet werden. Der Ansatz einer Begabtenförderung als eine Einrichtung für alle Düsseldorfer Hauptschulen bleibt erhalten. Die Zielgruppe wird jedoch um technisch begabte Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis des ZBÜ erweitert. Der Standort wird damit um die Bereiche Metall und Elektro wirkungsvoll ergänzt.

 

Berufliche Reha der Bundesagentur für Arbeit
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STAR – Schule trifft Arbeitswelt
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Integrationsfachdienst Düsseldorf
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Bildungsberatung für Zugewanderte
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Schulische Inklusion
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“Handicap… na und?” – Berufs- und Studienorientierung inklusiv gestalten  / Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT

SPOTLIGHT Inklusion und Berufsorientierung / Präsentationen der Referenten vom 17.09.2015

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Fragen!

Ansprechpartnerin:
Susanne Wernecke, Kommunale Koordinierung Düsseldorf
Telefon 0211.899 8977
susanne.wernecke@duesseldorf.de